Cuma und die Phlegräischen Felder

 

Blick von Neapel in Richtung Pozzuoli
 

 

 

Die Phlegräischen Felder bei Pozzuoli und Cuma

Die Phlegräischen Felder (italienisch: Campi Flegrei) sind ein etwa 20 km westlich des Vesuvs gelegenes Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität in der süditalienischen Region Kampanien.

Die Phlegräischen Felder dehnen sich über ein Gebiet von mehr als 150 km² aus. Sie beginnen unmittelbar am westlichen Stadtrand von Neapel und setzen sich entlang der Küste des Mittelmeeres bzw. des Golfes von Neapel fort. Im Süden dehnen sie sich untermeerisch aus und schließen hierbei auch das Gebiet der Inseln Ischia und Procida (im Südwesten) sowie Nisida (im Nordosten) ein. Wichtigster Ort der Region und zugleich Anziehungspunkt für viele Touristen ist die Ortschaft Pozzuoli.

Der Boden auf den Feldern in der Region um Pozzuoli kann durch die vulkanische Aktivität sehr heiß werden. Neben Solfataren und Mofetten gibt es unzählige Thermalquellen und Fumarolen. An vielen Stellen ist das Gestein durch die aufsteigenden Schwefeldämpfe gelb gefärbt. Auf dem gesamten Gebiet gibt es mehr als 50 Eruptionsherde. Die nicht sichtbare, eingesunkene Caldera liegt zu zwei Dritteln unter Wasser und stellt einen der 20 Supervulkane auf der Erde dar. 2008 wurde entdeckt, dass die Phlegräischen Felder und der Vesuv in zehn Kilometern Tiefe eine gemeinsame Magmakammer besitzen.

Cumae (italienisch: Cuma) war eine antike Stadt in der italienischen Region Kampanien nordwestlich von Neapel.

In Cuma tritt das in der Gesamtheit der Phlegräischen Felder gültige Problem deutlich hervor. Zahlreiche Reste von Bauten und Denkmälern liegen ohne ersichtlichen Zusammenhang in einer Landschaft verstreut, die sich gegenüber der Antike sehr erheblich gewandelt hat.

Cumae wurde um 750 v. Chr. von griechischen Kolonisten aus Chalkis und Eretria gegründet, die zuvor auf der dem Festland vorgelagerten Insel Ischia die Stadt Pithekoussai besiedelt hatten, und war damit die erste griechische Kolonie auf dem italischen Festland. Später gründete es eigene Kolonien, wie Puteoli (heute Pozzuoli) und Neapolis (heute Neapel).

Cumae wurde berühmt als der Ort, an dem die Sibylle von Cumae wahrsagte, ihre vermutete Höhle ist heute eine Touristenattraktion. Sie liegt in einem Raum, zu dem ein 131 Meter langer Gang führt, der mit vielen Verzweigungen in den Südhang des Burgberges geschlagen wurde. Der älteste Teil dieser Anlage stammt aus dem 6. oder 5. Jahrhundert v. Chr. Darüber hinaus ist es der Ort, wo das einflussreiche frühchristliche Werk Der Hirte von Hermas durch Visionen inspiriert worden sein soll. Seine Blütezeit hatte Cumae zwischen 700 und 500 v. Chr., als es unter dem Tyrannen Aristodemos die Etrusker abwehrte.

Archäologie Grabungen brachten auf der Akropolis einen Zeustempel aus dem späten 6. Jahrhundert v. Chr. zu Tage sowie unterhalb der Burg einen Apollontempel aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Augustus zu verdanken sind der Bau von Thermen und eines Amphitheaters sowie der Ausbau des Hafens von Misenum östlich der Stadt.

 

 

Auflistung einiger Sehenswürdigkeiten der Gegend bei Cuma:

- Die Seen von Lucrino und Averno

- Baia und der archeologische Park

- Tempio di Venere und Tempio di Diana, Castello di Baia

- Cuma und der archeologische Park - L'arco Felici